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Auf der Suche nach einem Navigationssystem für meinen nächsten Urlaub, bin ich auf den Navigon Mobile Navigator 7 gestossen.

Das Teil gibt es für Symbians, würde bei mir laufen und unterstützt sogar einen internen GPS Empfänger.

Da ich noch einen Triceiver von Navigon rumliegen hatte, welcher sich mit meinem Mobiltelefon koppeln ließ, die Testberichte sehr gut waren, kaufte ich mir die Software für knapp 80 Euronen im Onlineshop.

Da ich keinen Datenträger benötige (Abfallverringerung) und bald in den Urlaub fahren will, habe ich die Downloadversion genommen.

Tja… was soll ich sagen?

1. Die Software wird nicht wirklich installiert. Man muss sie von einem “Installationsprogramm” auf die Speicherkarte kopieren lassen. Da es beim N95 8GB keine entnehmbare gibt, muss man das Mobiltelefon auf den “Datentransfer-Modus” einstellen beim Verbinden mit dem PC. Da das SIS-File auch so rüber kopiert wird, umgeht Navigon da ein paar Schutzmechanismen. Ich habe die Software dann nochmals manuell per Nokia Suite installiert.

2. Ein externes GPS Device lässt sich nicht koppeln, sobald ein internes vorhanden ist. Da das vom N95 8GB nicht gerade zu den Empfangsstärksten gehört, hat man hier später seinen Spaß :(

3. Auf den Webseiten wird nirgends auf diesen Mangel hingewiesen. Und da man das interne GPS Device nicht deaktivieren kann…

4. Die 30 Tage Demoversion bekommt man nur über Umwege zu Gesicht. Die normale Produktseite geht darauf in keinster Weise ein. Mit der Demo hätte ich mir diese 80 Euro Lehrgeld ersparen können.

5. Die Menüführung ist nicht konsequent einheitlich umgesetzt worden. Das Einstellungsmenü ist z.B. unter der Taste Optionen versteckt und hat keinen Scrollbalken. Dadurch übersieht man gerade zu Anfang wichtige Einstellungsmenüs.

6. Durch das nicht Einbinden können des externen GPS Empfängers, geht mir auch die Funktion von TMC verloren, welche ich schon als Muss angesehen habe.

Frickler Award Und da ist er wieder… Der Frickler Award!

Navigon hat es mit seiner nicht vollständigen Produktbeschreibung, der uneinheitlichen Menüführung und der oben beschriebenen Mängel gepackt hier mit sechs Punkten den Award zu erhalten.

Und nein, dass ist kein Lobeslied auf Navigon. Da hilft auch die freundliche und durchaus verständnisvollee Dame am Supporttelefon nicht mehr weiter.

Sollte Navigon das hier lesen, dann hoffe ich das hier ein Umdenken stattfindet und wenigstens die Produktinformationen um diese durchaus wichtigen Details ergänzt werden.

Was bleibt mir? Die alte Navigationssoftware namens Ehefrau und Papierkarte. Manchmal sollte man wirklich bei dem bleiben, was immer funktioniert, auch wenn es hier gerne mal Diskussionen dann gibt ;)

kuler desktop

Vor ein paar Wochen habe ich den Tip bekommen mir doch mal kuler anzusehen. Kuler stellte sich dann als ein Tool zur Farbauswahl dar, welches aufgrund interner Regeln z.B. die Komplementärfarben zu einer Basisfarbe anzeigt. Es gibt hier schon viele vordefinierte Farbschemata, zusätzliche Auswahlkriterien bei den alternativ Farben…

Vieles was man als Designer brauchen kann.

Will man alle Features nutzen, muß man sich bei Adobe registrieren. Gesagt, getan. Die Freischaltungsemail kam auch recht zügig.

Das Tool ist Flashbasierend und läuft im Browser.

Wobei… Da gibt es doch einen Link auf der Seite, über welchen man das sogenannte kuler desktop sich installieren kann. Man muß vorher nur Adobe AIR installieren.

Gesagt, getan.

Doch hallo, was will kuler desktop da von mir bei der Installation?

System Access: UNRESTRICTED

Ähm… schonmal was von sauberer Programmierung gehört?

Egal… Ohne Risiko, kein Ergebnis. Also lassen wir das ganze durch. Vista kam natürlich dann auch sofort um die Ecke und wollte sich den Administrativen Modus bestätigt wissen. Ok, das auch noch durchgewunken.

Und dann ging es los…

* Wenn man sich einloggt, muß man seine Email-Adresse als Adobe ID eingeben. Tja… sobald man auf das @ drückt, welches ja dummerweise zu einer Email-Adresse gehört, beendet sich kuler desktop ohne Warnmeldung einfach.

* Ruft man über den kuler desktop die Webseite auf, welche übrigens unter der jeweiligen Palette versteckt ist, wird nicht der Default Browser vom System geöffnet. Nein… man nimmt einfach den Internet Explorer.

* Versucht man das @ Problem mittels Copy&Past zu umgehen, erlebt man sein nächstes Wunder. Der zu kopierende Text wird zwei mal in das Textfeld kopiert.

Nimmt man die schon im obigen Text enthaltenen Dinge dazu (Administrative Rechte benötigt, Layoutfehler), dann sind wir bei 5 Punkten angekommen.

Und was ergibt das? Genau… den Frickler Award!

Frickler Award

Das Tool ist, solange man nur die reine Browserversion mit Flash einsetzt, eine wirkliche Hilfe.

Aber wehe man verwendet den kuler desktop. Er dient rein zur Anzeige, hat eine Menge Ungereimtheiten und man kann dort nichts editieren. Man muß dann doch wieder auf die Browserversion zurück greifen.

Adobe AIR und der kuler desktop sind bei mir nach diesen Problemen sofort wieder vom Rechner geflogen.

Sorry Jungs, aber greift euch mal die Programmierer vom kuler desktop und steckt sie mal ein paar Stunden lang mit euren QS Leuten in ein Zimmer.

Sowas trauen sich andere Firmen nicht abzuliefern. Kostenlos hin oder her, aber auch kostenlose Software kann Qualität zeigen. Zumal ihr brav überall euer Logo anzeigt.

Und wieder beginnt mein Leidensweg mit OpenSource Software.

Diesmal wollte ich mittels PDO, welche eine Datenbankschnittstelle unter PHP darstellt, auf einen SQL Server zugreifen.

Nach dem üblichen Hürdenlauf mit dem immer (!) noch verhunzten MSI-Installer von PHP, hatte ich zwar PDO am Laufen, aber es wollte nicht mit dem SQL Server reden.

Der SQL Server war korrekt konfiguriert, ich konnte mich mit einem extra für diesen Zweck angelegten Account auch einloggen und ihn verwenden. TCP/IP war auch aktiviert als Kommunikationsweg, der Port war definiert und in der Firewall freigegeben, es konnte also nichts mehr blockieren.

Trotzdem wollte PHP/PDO nicht mit dem SQL Server reden.

Hier nun meine Ergebnisse der Stundenlange Analyse, welche dann folgte:

In folgender PDO Doku steht das PDO_DBLIB für FreeTDS / Microsoft SQL Server / Sybase zuständig ist.

Folgt man dem Link der sich unter PDO_DBLIB verbirgt, dann kommt man zu einer Subseite der PHP-Doku, welche folgende Warnung beinhaltet:

Diese Erweiterung ist EXPERIMENTELL. Das Verhalten dieser Erweiterung, einschließlich der Funktionsnamen, und alles Andere was hier dokumentiert ist, kann sich in zukünftigen PHP-Versionen ohne Ankündigung ändern. Seien Sie gewarnt und verwenden Sie diese Erweiterung auf eigenes Risiko.

Im ersten Kommentar wird auf die PECL Page von PDO hingewiesen, welche dann unter anderem das Release 1.0 mit Datum 2005-11-26 enthält.

Vorhin war ich Neugierig und habe einfach mal auf den Link hinter dem zugehörigen Changelog Eintrag geklickt und da kam dann das:

Update code for API changes in PDO; no actual changes have been made to this driver.

Windows binaries can be found at:
http://pecl4win.php.net/ext.php/php_pdo_mssql.dll

however: you are *strongly* recommended to use PDO_ODBC instead of this driver on
Windows platforms.

** Changes **
- Fix Bug #34777; segfault when retrieving non-existent error info
- Fix Bug #35032; didn't find FreeTDS includes on some systems

PDO_ODBC werde ich auf gar keinen Fall verwenden, dafür ist die Gesamtperformance von ODBC zu schlecht. MySQL mit InnoDB will ich nicht einsetzen. Im Moment bewege ich mich dort wo es sofort geht, von OpenSource Software weg und setze immer mehr auf kommerzielle Kauflösungen.

Von daher fällt für mich der Zwischenschritt der Migration von MySQL nach MS-SQL weg und ich werde zusätzlich die Migration von PHP nach C# angehen müssen.

Das gefällt mir im Moment überhaupt nicht, aber ich werde wohl damit leben müssen.

Und was bleibt mir noch zu tun?

Genau! Die Benotung des Ganzen Konstrukts, wo da wäre, das…

Frickler Award

  • …die Doku von PHP alles andere als aktuell ist.
  • …bei PHP Sachen als Stable maskiert werden, welche noch nicht mal Ansatzweise als Stable gelten können.
  • …der Hinweis auf Probleme nur im Changelog auftaucht.
  • …man lieber auf den langsamen ODBC Treiber setzt, anstatt die vorhandenen Bugs zu fixen.
  • …man nur so zu aggieren scheint, weil es sich hier um eine Microsoft Datenbank handelt.

DING DING DING Und da war er der 5. Fricklerpunkt!

Und somit bekommt PHP/PDO den Frickler-Award der Woche!

Im Moment bemüht sich PHP redlich den Frickler-Award des Jahres zu bekommen.

So langsam stelle ich mir eine Frage… ist OpenSource Software immer so unreif?

Es gibt Tage, da hätte ich große Lust den Fricklern mal so richtig die Meinung zu geigen.

Grund:

Fatal error: Call to undefined function mysql_connect()…

Eigentlich nicht tragisch, aber… Die Leute von PHP sagen, es ist ein Fehler in MySQL. Und die von MySQL sagen, es ist ein Fehler in PHP. Und keiner bringt brauchbare Lösungen.

Beim Versuch der Lösung dieses Problems, bin ich dann dahinter gekommen, dass die php.ini welche bei PHP 5.2.5 dabei ist, total Grütze ist und schon beim Start über 20 Fehler bringt. Da werden einfach mal Module eingebunden, welche es nicht gibt.

Nach vielen vielen Tutorials, HowTo und FAQs bin ich dann dahinter gekommen, dass…

Frickler Award

  • …PHP es MySQL in die Schuhe schiebt und umgekehrt.
  • …der MSI-Installer der Versionen 5.2.5 und 5.3.0 Dev nicht nur Bockmist baut, sondern auch noch eine unbrauchbare php.ini mitbringt.
  • …in der Windows Version von PHP C:\Windows als Pfad für die php.ini HARDCODED eingetragen wurde.
  • …in der aktuellen Version von PHP Unmengen von Sachen eincompiliert wurden, welche schon bei einem Aufruf mittels “php -m” mehr Fehlermeldungen ausspucken, als die Hilfe selbst groß ist.
  • …dieser Fehler NUR unter Windows vorhanden ist.

DING DING DING Und da war er der 5. Fricklerpunkt!

Und somit bekommt PHP den Frickler-Award der Woche!

Da ich in den letzten Jahren so oft mit OpenSource “Produkten” auf die Nase gefallen bin und dieses “man man”, “RTFM”, “read faqs!” nicht mehr hören kann, mußte ich mir jetzt mal was einfallen lassen um meiner armen geschundenen Seele Gehör verschaffen zu können.

Aber vorher noch ein paar Worte zu “man man” und Co.

Ich nehme mir die Zeit und lese diese Sachen oftmals mehrmals durch. Und ich gebe auch nicht sofort auf. Teilweise opfere ich mehrere Tage Zeit um ein Problem mit solchen “Produkten” gelöst zu bekommen.

Mal angenommen ich würde hier die Zeit für aufschreiben und dann einen Stundenlohn zugrunde legen, würde ich fast immer günstiger mit dem Kauf von Windows Software laufen.

Windows Software ist nicht unbedingt besser. Nein, aber besser Supportet!

Und mal ganz abgesehen davon ist mir aufgefallen, dass Windows User um einiges freundlicher und hilfsbereiter sind. OpenSource “Produkte” lassen oftmals eine gute Dokumentation, ein brauchbares Supportforum oder überhaupt einen funktionierenden Installer vermissen.

Und genau weil mich dieses absolut unbrauchbare und in meinen Augen unfähige Verhalten von solchen “Produkten” ankotzt, gibt es ihn ab heute:

Frickler Award

Vergeben wird er von mir hoffentlich nur Wöchentlich und das “Produkt” muß mindestens 5 Negativpunkte erreicht haben.

Bleibt zu hoffen, dass ich mir diese Aktion in Zukunft ersparen kann.

Zum Jahresende hin, werde ich dann Spaßeshalber mal prüfen, ob ich einen Mega-Frickler-Award benötige… ;)